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Der untergutsche Park

Der Park des Unterguts in Lenthe

Über die Anlage des Gartens zum Untergut gibt es im Familienarchiv nur wenige konkrete Hinweise. In einem Plan von 1790 ist das Gelände noch als Wiesen- und Nutzgartenland ausgewiesen, während abseits ein formal angelegter Lust- und Küchengarten bestand, dessen Wegekreuz auf die Kirche hin ausgerichtet war. Das Wasserbecken am Haus wurde schon im 17. Jahrhundert erwähnt; es diente bis in die Nachkriegszeit als Viehtränke und Pferdeschwemme. Der untere Teich war ursprünglich eine Rottekuhle, in der der Flachs für die Gewinnung der Leinenfaser eingeweicht wurde. 1858 wurde dieser Teich mit dem Gut verkoppelt. So geht man davon aus, daß etwa um diese Zeit damit begonnen wurde, einen größeren Landschaftsgarten anzulegen. Heute umfaßt dieser zusammmen mit dem Arboretum knapp 3 1/2 ha. Die Hofanlage mit allen Gebäuden und der Garten stehen als Ensemble unter Denkmalschutz.

Unter dem etwa 150 Jahre alten Baumbestand befinden sich einige dendrologische Raritäten, z. B. zwei schlitzblättrige Buchen, eine schlitzblättrige Eiche, eine Trauereiche, eine Einblattesche und eine besonders schön gewachsene Süntelbuche. Es wurde in der jetzigen Generation damit fortgefahren, besondere Bäume nachzupflanzen, z.B. zwei Arten von Mammutbäumen, einen Tulpenbaum, einen Taschentuch- oder Taubenbaum, einen Trompetenbaum, eine schlitzblättrige Kastanie, eine Aralie und japanische Kaisereichen.

Beim Durchwandern des Gartens, der im Stil des englischen Landschaftsgartens angelegt war und als solcher in den letzten 25 Jahren wiederhergestellt wurde (die Wege ließ man wegen des erheblichen Pflegeaufwandes leider zuwachsen), fallen die langen Blickachsen auf, die über den Garten hinaus zur Döteberger Mühle, über die Chausseebäume hinweg zum Harenberger Zuschlag und nach Westen zum Großen Holz führen. Im mittleren Bereich dienen Baumgruppen, Solitärbäume, Blütengehölze, Bänke und eine Kalksteingrotte aus dem 18. Jahrhundert als Blickfänge. Im nahen Bereich sind es Staudenrabatten, englische Baumrosen und viele Clematissorten, die das Auge anziehen - und immer wieder die Wasserflächen, in denen sich der Himmel und die umliegenden Sträucher und Bäume spiegeln.

Eine Besonderheit ist das Eichen-Arboretum. Es wurde vor drei Jahren mit vielen jungen Eichen angelegt, von denen keine älter als ca. 15 Jahre ist. Von den weltweit etwa 800 verschiedenen Eichen wachsen etwa 150 Arten in unserer Klimazone und davon knapp 90 im Lenther Arboretum.

Im Rahmen der „Offenen Pforte“ sind der Garten und das Arboretum zweimal im Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich, im Juni und im Oktober.

 


Für weitere Informationen über den Park wenden Sie sich bitte an:

Jakob von Richthofen
Internet: www.untergut.de
E-Mail: jakvonr@gmx.de

Für weitere Informationen über die Gutsgemeinschaft wenden Sie sich bitte an:

Hugo Schleupen
Internet: www.gutsgemeinschaft.de
E-Mail: gutsgemeinschaft@t-online.de

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